Unglück kann verdrängt werden – Atommüll nicht !

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Nach uns die Sintflut ?  Ölgemalde von Francis Danby (1793–1861)

Aktuelle Nachricht: Obwohl hierzulande in der Diskussion um eine „Endlagerstätte“ für Atommüll sowohl Politik als auch Bürgerinitiativen und wissenschaftliche Institutionen und Persönlichkeiten darauf hinweisen, dass der Standort Gorleben keinesfalls als „sicher“ bezeichnet werden kann, macht der EU-Kommissar, Herr Oettinger jetzt auf EU-Ebene Druck. In einem Zeitungsinterview mit dem Hamburger Abendblatt lehnte Oettinger eine Standortsuche im Südwesten Deutschlands schlichtweg ab und verkündete: „Die Entscheidung, ausschließlich den Salzstock in Gorleben zu erkunden, ist fachlich begründet.“

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg / Gorleben „Gorleben soll leben“ – unter dieser Parole werden im November Tausende in Dannenberg demonstrieren, denn der 13. Castor-Transport nach Gorleben und das Endlagersuchgesetz werden das Wendland am Ende dieses antiatombewegten Jahres zum Schauplatz machen. Das beschloss ein breites Bündnis aus Anti-Atom- Initiativen und Umweltverbänden  gestern (28.7.) auf einem Treffen in Lüneburg.

Unter der Formel „Dannenberg plus X“  wird es nicht nur eine Großkundgebung geben, sondern auch zusätzliche Demo-und Aktionsangebote geben, an denen noch gefeilt werde. Zuvor hatten bereits die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), die Bäuerliche Notgemeinschaft und weitere lokale Anti-Atom-Gruppen sich unter dem Motto „Jetzt schlägt´s 13“ dafür eingesetzt, die ungelöste Atommüllfrage, den großen Unmut über den schwarz-gelben „Atomausstieg light“ und ein energisches Eintreten für eine Energiewende und Energieeffizienz in den Fokus der Auseinandersetzung zu rücken. Diese Stoßrichtung werde nun von allen Beteiligten gemeinsam getragen. „Wir warnen vor der gezielten Desinformation, dieser Castor-Transport sei vorerst der letzte“, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Ab dem Jahr 2014 seien weitere Atommüllfuhren nach Gorleben, nun aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield angekündigt. Vor allem aber  das Atommülldilemma werde den Anti-Atom-Herbst bestimmen. Unisono setzten sich alle Bündnis-Gruppen für einen Neustart der Endlagersuche ohne Gorleben ein. Die Botschaft ist klar: Gorleben als Atommüllendlager sei wegen seiner flagranten geologischen Mängel für alle Beteiligten erledigt, der Druck der Straße sei äußerst wichtig. Ehmke: „Nach dem Atomausstieg light darf es keine Endlagersuche light geben.“

gezeichnet  Wolfgang Ehmke und Kerstin Rudek

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