Essen bis der Arzt kommt? Nein Danke !

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Irreführung der Öffentlichkeit durch voreilige Schuldzuweisung an Spanien, allgemeine Verunsicherung beim Verzehr von frischem Gemüse. Nach Schweinepest, BSE, Rinderwahnsinn, Vogelgrippe und … eine neue Hiobsbotschaft für die Menschen. Wir haben heute eine vollindustrialisierte Nahrungsmittelbranche, deren Transportwege dem Verbraucher genauso unbekannt sind wie die Produzenten und die Art ihrer Produktion und Feldbestellung. Obwohl Millionen Europäer schon Einspruch gegen eine ungewisse GEN-Technik angemeldet haben und keine künstliche medikamentöse Behandlung von Fleisch, Obst und Gemüse wollen, wird fleißig Antibiotika in den Tierställen verabreicht, und landen immer wieder genmanipulierte Produkte auf dem Ladentisch. Egal wie die Landwirtschaftsminister heißen, männlich oder weiblich, immer das Gleiche. Unklarheit, Vernebelung, Beschwichtigung. Es stehen riesige Pharma- und Chemiemonopole im Hintergrund. Aber irgendwann reicht’s ! Dieses Hinhalten, dieses Verschleiern, dieser Betrug !

So unterwegs beim Einkaufen will ich es doch wissen. Was meint nun die Frau des Bioladens hinter der Theke? Ich will mich ja schließlich nicht krank essen! Ich geh rein und frage, entschuldigen Sie, haben sie Informationsmaterial oder können sie mir sagen, wo ich mich erkundigen kann, wo die Gefährdung der Nahrungsmittel her kommen?
Nein haben wir aktuell nicht da. Aber was wollen sie wissen?

Ich will wissen, woher erhalten sie ihre Lebensmittel, ihr Obst und Gemüse?
Das beziehen wir alles von ökologischen Bauernhöfen, direkt aus unserer Umgebung. Oder wir bauen es selbst an. Die Bauernhöfe sind uns gut bekannt. Sie sind der Demeter oder Bioland Gemeinschaft angeschlossen und da wird streng kontrolliert und vor allem die persönliche Einstellung und Überzeugung für eine natürliche Lebensmittelproduktion ist da vorhanden.

Welche Höfe sind das und praktizieren dies die großen Bio-Märkte hier genauso?
Die Bauernhöfe sind alle im Kraichgau und Pfinztal, verzichten auf jeglichen chemischen Dünger. Wir kennen die Bauern persönlich. Wir wissen wie und was sie säen und ernten und wir kennen auch ihre Arbeits- und Lagerungsmethoden. Auch der große Biomarkt verfährt genauso.

Wie schaffen sie es auf Chemie zu verzichten? Wie sieht es mit der Gülle aus?
Gülle wird nicht verwendet. Wenn etwas hinzugefügt wird, dann Mist. Und dieser Mist eben nicht von einer Massentierhaltung, sondern von Landwirten, die Massentierhaltung ablehnen und ihr Vieh auch streng ökologisch halten. Hornmehl nehmen wir auch nicht zum Düngen, da die Herstellung und Belieferung nicht eindeutig nachvollzogen werden können.

Wie schaffen Sie es auf Chemie und den ganzen künstlichen Mist zu verzichten?
Alle unsere Bauern, unsere Zulieferer und wir selbst bewirtschaften unsere Felder nach dem Vier-Jahr-Felder Prinzip. D.H. alle vier Jahre erholt sich ein Feld abwechselnd der Reihe nach und schöpft neue Kraft für die nächste Saat. Das bringt dann zwar keinen finanziellen aber gesundheitlichen Gewinn !

Das leuchtet mir ein. Für was verwenden wir eigentlich unser Geld, für das wir täglich im Hamsterrad schufften? Wollen wir denn Geld oder doch lieber gesunde Nahrung essen? Nun mit diesen Antworten bin ich erst mal bedient. Mir ist klar, ich hab keine Lust mehr auf Essen, dessen Inhalt und Entstehung ich überhaupt nicht kenne. Da werd ich umdenken.

Und ich erinnere mich an den Schwachsinn, dass Muscheln in der Nordsee gefangen werden, dann mit dem Eistransporter nach Marokko gefahren werden, dort von hygienisch in Weiß gekleideten Frauen in riesigen Hallen zu einem Minilohn ausgepuhlt werden und dann wieder per Eis-LKW-Transporter zurück zu uns kommen. “Von der See frisch auf den Tisch”.

Und wenn man einmal anfängt zu denken, dann wirds heftig. Warum gehst du an diese Tiefkühltruhen in den “Billig”-Märkten und holst dir diese makabren Leckerbissen, wieso ißt du Sachen, von denen du nichts weißt? Wieso ist billig beim Essen so wichtig, und für alles andere bis hin zu Lebensversicherungen schmeißt du das Geld zum Fenster hinaus? Ich will doch mein gesundes Leben sichern und nicht die Abschlußprämien von Finanzgesellschaften.

Und dann noch das volksverdummende Geschwätz derer, die alles wissen und nur einen Teil sagen. Das ganze ist durch ein Riesenbetrug. Wir gehen Waren einkaufen und meinen es wäre das Paradies. In Wirklichkeit sind wir die Waren, ausgestattet mit ein paar fleischigen Fortbewegungssystemen und Greifwerkzeugen, die dann die gefrorene Tüte “direkt aus der Heimat” in den Wagen legen und unseren Geldbeutel an der Kasse leeren. In Wirklichkeit sind wir die Milchkühe, für die sie “billig” produzieren lassen und uns mit chemischen Ballaststoffen, synthetischem Gift und Geschmacksverstärkern, Antibiotika und Gentechnik vollpumpen.

Und eins wurde mir auch noch bewußt. Wie wichtig es ist, daß es eine regionale Wirtschaft mit sich gegenseitig vertrauten Produzenten und Konsumenten gibt. Kein „Wert“ Siegel kann geben, was Vertrauen und direkter Kontakt unter den Menschen ermöglicht. Nur eine regionale Wirtschaft auf ökologischer Basis garantiert ein gesundes Leben und nur eine lebendige regionale Gemeinschaft kann auch die sozialen und menschlichen Aufgaben bewältigen.

Da muss dringend was geändert werden.

Und die Veränderung beginnt immer bei einem selbst.

Und wem es jetzt noch nicht reicht, der schaue sich mal den Film Erdlinge an.

http://www.youtube.com/watch?v=MQNw8szfsAM
Eingestellt auf Youtube von Earthlings – Erdlinge – Deutsche Synchro
eingebunden mit Embedded Video

YouTube Direkt

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