EHECmeck oder: Schmierentheater von Politik, Ämtern und Medien

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Vorwort der Redaktion: Der ehemalige Redakteur des ARD  liefert in seinem neuesten Buch „Die Falschmünzer-Republik“ ( ISBN: 3-938398-90-6 ) einen Blick hinter die Kulissen der gemachten „öffentlichen Meinung“ und der deutschen und internationalen Staatsführung. Volker Bräutigam publiziert regelmäßig in der engagierten Zweiwochenzeitschrift Ossietzky.

 

Nun zu dem aktuellen Artikel über das EHEC Meck

Der Darmbakterie EHEC, Typ O104:H4, sind bisher 43 Patienten erlegen (Quelle: Robert-Koch-Institut, Bundesgesundheitsamt. Datenstand: 23.06.). Das RKI registrierte landesweit 3717 Erkrankungen, 827 mit Komplikationen. Den Oligopolmedien reichte das jedoch für ein Horrorszenario, als stünden alle 82 Millionen Deutsche am Grabesrand: Der „Killer-Keim“ (BILD) „wütete“ (dpa) in unserm Volk und machte nicht mal an dessen Grenzen halt: „Deutschland infiziert Europa“ (FOCUS), mit bösen Folgen natürlich: „Europa rechnet mit deutschem Krisenmanagement ab“ (SPIEGEL).

Politiker, Experten und Journaille, alle bliesen die Backen auf. Tomaten, Gurken und Salat seien tabu, am besten alles Frischgemüse zu meiden. Die Mutti der Nation tat kund, dass „…es jetzt vorrangig darum geht, die Infektionsquelle des Ehec-Erregers zu identifizieren, um weitere Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergreifen zu können.“ Genial.

Während ich am Schreibtisch vespere – auf der Semmel pflanzliches Griebenschmalz, Tomatenscheiben, Gurke und Rukola, köstlich – lese ich in der Wikipedia: „Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) sind bestimmte krankheitsauslösende Stämme des Darmbakteriums Escherichia coli … Das Hauptreservoir des Erregers bilden Wiederkäuer, vor allem Rinder…“

Im April war der aggressive Typ O104:H4 dem Kuhschiet entstiegen. Unsere ruinöse Intensiv-Landwirtschaft mit ihrer Massentierhaltung und ihren Monokulturen hat schon früher – harmlosere – EHEC-Epidemien verursacht. Der neue, aggressive EHEC-Mutant brachte bis Anfang Juni pro Tag durchschnittlich ≈ 0,8 Deutsche um. Vergleich: Im Straßenverkehr sterben täglich zehn Menschen (voriges Jahr 3657), ohne dass ein Ende in Sicht wäre. Kein Politiker rät zum völligen Verzicht aufs Auto.

Buchstabensalat als Angstmacher

Seit Anfang Juni glaubt man den EHEC-Überträger zu kennen: Sprossen aus Bienenbüttel. Da hatten unsere Politiker aber schon längst ihre Originalität bewiesen: „Auf Hygiene achten!“ Na sowas. Vor dem Essen, nach dem Essen, Händchen waschen nicht vergessen? (Und abtrocknen am Handtuch, logo, wo die lieben Keimlein hausen). War man dank so hilfreicher Politiker nicht auch knapp der Gefahr entronnen, sich per BSE-Rindfleisch den Alzheimer zu holen? Und wäre ohne sie beinahe am SARS gestorben? Bei der H5N1-Vogelgrippe war doch auch ein Buchstaben-Bazillus unterwegs? Und voriges Jahr erst, diese furchtbare H1N1-Schweinegrippen-„Pandemie“! 199 Tote weltweit!

Kein kapitalistisches System ohne Verlierer. Bitte? Die Bauern? Die beschwerten sich zwar lauthals übers RKI-Gegacker und polit-mediale Panikmache mit ihren Konsumverzichtsfolgen, die Gemüseernte sei deshalb heuer großenteils perdu. Aber die Bauernlobby, so stark und laut wie die EU-Agrarpolitik schändlich und teuer, erzwang blitzschnell Hilfe. Beim 150-Millionen-Euro-Angebot aus Brüssel schrie sie „Nicht genug!“, und prompt legte die EU-Kommission nach: 210 Millionen für Europas Gemüsepflanzer. Selbstredend kommen nationale Sonderbeihilfen noch obendrauf.

Den Bauern ist´s alles immer noch zuwenig. Dass deren Funktionäre jemals den Hals voll gekriegt hätten, ist nicht erinnerlich.

Weder ARD noch ZDF – von den Kommerziellen gar nicht erst zu reden – merkten an, dass vor den mittelbar mitschuldigen Bauern die Angehörigen der Toten und die Kranken zu entschädigen wären. Die Krawallbranche der Epidemie-Verbreiter wurde gehätschelt, die wenigen wahrhaftig Geschlagenen gehen leer aus. Systemkonform.

Ablenkung vom Staatsterrorismus

Die Krankenhäuser arbeiten laut ZDF-heute-journal wegen EHEC „am Limit“. Solche Töne belegen, dass rationale Maßstäbe und Realitätsbezogenheit längst flöten sind. In den zumeist privatisierten, profitorientierten und deshalb personell ausgedünnten Kliniken schuften Pflegedienst und Ärzte seit Jahren – auch ohne EHEC! – „am Limit“. Noch viel schlimmer: Sie können trotzdem nicht verhindern, dass sich hunderttausende Kranke wegen Hygienemängeln – Kosten senken! – mit Krankenhauskeimen infizieren. Jährlich sterben daran 40 000 Patienten (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene). Pro Tag durchschnittlich 109 Sepsis-Tote (vgl. EHEC: 0,8); Regierungen und Parlamente haben´s so gefügt. Kein Staatsanwalt erhebt Klage wegen grob fahrlässiger Tötung gegen die gnadenlosen Privatisierer…

Welche Wirklichkeitsferne: Während den 43 EHEC-Toten wochenlang größte deutsch-mediale Aufmerksamkeit galt, wüten deutsche Soldaten seit Jahren in Afghanistan: Sie gehen dort einer Profession nach, die schon Tucholsky in der Weltbühne „Mord“ nannte. Gemeinsam mit ihren westlichen Kumpanen erzielen sie – ich bin auf vorsichtige Schätzungen angewiesen – eine zehnfach höhere Todesquote als das EHEC. Genaues erfährt man nicht, die Alliierten lassen ihre Verbrechen stets kaschieren oder insgeheim von Killertypen nach Art des „Kommando Spezialkräfte“ durchziehen.

Was dieser Minister verdient

Wir sind darauf dressiert, die Welt durch die verzerrende und verschmierte Brille kommerzialisierter Massenmedien zu sehen; wir finden uns sogar mit regierenden Terroristen ab: Der Kriegsminister darf unbesorgt, in christlicher Selbstergriffenheit, vor den Angehörigen toter Soldaten auf die Tränendrüse drücken und kurz darauf trocken erwähnen, die Bundeswehr werde „vielleicht“ bald auch im Jemen und in Libyen gebraucht. Zwecks Wiederaufbau und so. Niemand bot ihm die verdiente Maulschelle an. Er profitiert vom raschen Vergessen in der EHEC-Hysterie.

Auf Vergesslichkeit und Ablenkung des Volkes baut unsere Plutokratie. Sie zieht alle Register, wenn ihre Erfüllungsgehilfen – unsre Regierenden – wunschgemäß weitere Kriegsabenteuer einfädeln. Dabei war auch das staatliche RKI nützlich. Wochenlang und ohne Belege initiierte es panische Angst vor Gurken. Haben das die Geheimdienste „befreundeter“ Nationen gefingert, dass wir von neuen Kriegsplänen nur zwischendurch erfahren durften, in geringer Dosierung? Wieviele Zutaten tropften aus den Pipetten der weltweit meuchelnden, weil perspektivlosen USA?

Mal ganz nebenbei: Was ist von den selbst in US-amerikanischen Quellen sich mehrenden Informationen zu halten, dass ein gegen sämtliche Antibiotika-Stämme resistenter EHEC-Typ nur im Labor konstruiert werden kann – mittels bio-engineering? Die weltweit angesehenen Forscher des Beijing Genomics Institute, Shenzen, hoben den absonderlichen DNA-Schlüssel des Erregers ebenfalls hervor. Mittlerweile glauben auch viele Deutsche, der Typ O104:H4 sei keine natürliche EHEC-Mutation, sondern eine Bio-Waffe. „Verschwörungstheorien“ (SPIEGEL u.a.), lästern die Vulgärmedien und werfen sich somit schützend vor MONSANTO, den verdächtigen US-amerikanischen Gentechnik-Konzern – weil eben nicht sein kann, was nicht sein darf.

Unfähig, unwillig, untätig

Wer löst das Rätsel, wie und woher das Erreger-Artefakt auf die Sprossen eines einzigen Betriebes gelangte? Die Journaille jedenfalls nicht. Staatsanwälte aber auch nicht. Die prüfen die EHEC-Vorfälle nicht einmal und ignorieren den Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung, resp. den der Körperverletzung mit Todesfolge. So entheben sie sich selbst der Pflicht, Ermittlungsverfahren einzuleiten. Warum? Staatsanwaltschaften sind weisungsgebundene Regierungsbehörden, keine unabhängigen Gerichte. Ob sie auf Veranlassung oder nur mit Billigung der Justizministerien untätig bleiben, ist bei der Gewichtung dieses Skandals zweitrangig.

In das Szenarium von Unfähigkeit, Lug und Trug und tödlicher Niedertracht passt die „Freiheitsmedaille“ vom friedensgenobelten US-Warlord Obama für unsere grässlich kriegswillige Bundeskanzlerin. Sie sei ein „Symbol der Freiheit“, obwohl sie ihre Kindheit im „kommunistischen Ostdeutschland“ verbracht habe. (Obama: „Asked to spy for the secret police, she refused.“ [Übers: ‚Gebeten, für die Geheimpolizei zu spionieren, lehnte sie das ab]) Und sie schämt sich dieses Lobes nicht, trotz der ungezählten Deutschen, die sich noch gut der FDJ-Agitprop-Funktionärin Angela Merkel entsinnen. Wie schmeckte die Salatbeilage beim Staatsbankett, Frau Merkel? EHEC „wütete“ doch auch in den USA?

Gute Frage

Stammt er nur von Wilhelm Busch oder doch vom großen Heinrich Heine, dieser treffende, sarkastische Vers, der sich ausnimmt, als habe sein Autor schon vor Zeiten geahnt, wer uns heute regieren werde?

Die über Nacht sich umgestellt

Die sich zu jedem Staat bekennen

Das sind die Praktiker der Welt

Man könnte sie auch ‚Lumpen’ nennen.

Ein Schuh aus dem 19. Jahrhundert, der aber Vielen auch heutzutage wie maßangefertigt passt, nicht nur der da in Berlin. Dies bedenkend klicke ich noch einmal die Wikipedia an und finde unter dem Stichwort „Journaille“ das Karl Kraus-Zitat:

„… ich behaupte… daß nichts notwendiger ist, als solche Leute als Makulatur einzustampfen…“

Das wäre eine Lösung.

Ansatzweise.

 

Volker Bräutigam (Foto V.Bräutigam: M. Laukeninks)

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Politikzeitschrift Ossietzky. Der ursprüngliche Text wurde für uns erweitert. Anmerkung des Autors: Das Internet-Portal www.medienanalyse-international.de fügte dem Beitrag den folgenden, aktualisierenden Hinweis an:  „Die Staatsanwaltschaft bequemte sich nach anfänglichen medialen Freisprüchen des Bienenbütteler Hofes nun endlich doch zu Ermittlungen. Staatsanwälte möchten manchmal zum Jagen getragen werden.“

Es handelt sich um Vorermittlungen der Staatsanwaltschaft Oldenburg. Die eigentlich zuständige Generalbundesanwaltschaft bleibt im EHEC-Skandal nach wie vor untätig. Es werden von ihr nicht, wie es sich gehörte, ergebnisoffen Ermittlungen gegen Unbekannt geführt, sondern eine Provinzstaatsanwaltschaft knöpft sich gezielt einen einzigen Landwirt vor. Ein klassischer Fall von „Bauernopfer“.

3 comments for “EHECmeck oder: Schmierentheater von Politik, Ämtern und Medien

  1. Flaschenpost
    7. Juli 2011 at 11:32

    Da ist sie ja schon wieder, die vernichtende, hoffnungslose, heraublassende, negative Weltanschauung des General-Verurteilers Volker Bräutigam. Die Bauern sind genausowenig alle schlimme Ubeltäter wie die DDR gegenüber Zivilisten friedlich war. Dazu brauchte man keine Bomben.
    Übrigens, ich hätte mich zusammen mit vielen anderen über die Winterspiele in Deutschland gefreut. Mir muss es außerdem nicht zwangsläufig persönlich schlecht gehen (müssen), auch wenn es anderen in der Republik schlecht geht. Sind die Menschen, die gerne Fussball schauen, sich über Public-Viewing über die Vergabe der Olympischen Spiele informieren automatisch alle von den Massenmedien verblödete, die sich nicht mit denen solidarisieren, die in Hartz IV-leben? (Leben eigentlich alle, die Hartz IV beziehen grundsätzlich nur im Elend?) Ich sage nein zu Ihrem ganz persönlichen Meinungs/Welt-entwurf, er ist für mich kein Ansatz, mit anderen Menschen in diesem Land, in dem ich lebe, positiv an eine Veränderung der Dinge heranzugehen. Sie glauben ganz offensichtlich, dass jemand, der Ihre Tiraden und generellen Schlussfolgerungen nicht teilt, automatisch in allen Bereichen anderer Ansicht ist als Sie? Dann ist derjenige gleich in der Gegenwelt der Bösmenschen und „bourgeoise“? Genau das ist in meinen Augen symptomatisch für große Teile verbal aufgerüsteter, unversöhnlicher, moralinsaurer linker Oberlehrer. Ihre Gegenöffentlichkeit in allen Ehren – aber das Lebensgefühl, das aus Ihren Zeilen trieft, ist gottseidank nicht meines. Ach ja, ich vergaß zu erwähnen, an Gott glaube ich auch.

  2. Volker Bräutigam
    7. Juli 2011 at 09:29

    Selten begegne ich derart argumentationsloser Kritik wie hier (von „Flaschenpost“?). Ihr Urheber beschwert sich über mein polemisches Pauschalurteil, betreffend vor allem die Bauern und ihre Lobby. Das macht mich darauf aufmerksam, dass ich in meinem Beitrag nicht erwähnte: Größter Luftverpester mit CO2 und mit Stickstoff sind in der BRD die Bauern. Die Nitrat-Einträge der Landwirtschaft ins Grundwasser überschreiten gebietsweise bereits alle Zulässigkeitsgrenzwerte und versauen Flüsse und Seen. Lassen wir Petitessen wie Bodenverdichtung und Zerstörung der Artenvielfalt von Fauna und Flora mal beiseite. Nicht einmal 2% der Bauern entziehen sich dem Marktwahn partiell und wirtschaften extensiv, als Bio-Bauern. Die restlichen 98% der Landwirtschaft empfangen die höchsten Subventionen der EU und als Einzelbranche auch in der BRD. Sie genießen Marktförderung, Abnahmegarantien, Mindestpreise und darüber hinaus die umfangreichsten Steuervorteile. Nicht zur Sicherung des Nahrungsmittelbedarfs in Deutschland, sondern zur aberwitzigen Überproduktion, zur Machtbildung auf dem Weltmarkt.
    Medien als Erfüllungsgehilfen der abartigen Politkaste von Volksunterdrückern – diese meine EHEC-Betrachtung abfällig wertende Arroganz eines bourgeoisen Kritikasters lässt mich ein weiteres Defizit meines Artikels ausgleichen: Annähernd 80% der Bürger sind gegen den Afghanistankrieg und gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr. Die herrschende „Kaste“ schert es nicht. 60% sind gegen die Rente mit 67 und die Zerschlagung der Sozialsysteme. Die „Kaste“ schert es nicht. Zwei Drittel der Bürger halten unser Gemeinwesen für „ungerecht“. Die „Kaste“ schert es nicht. Mehrheiten gegen die organisierte Massenarbeitslosigkeit, den Bildungsnotstand, die Aushöhlung staatlicher Dienstleistungen, gegen die Privatisierung wichtigster Teile der Daseinsvorsorge – die „Kaste“ schert es nicht. Absolute Mehrheiten gegen die milliardenverschlingende „Bankenrettung“: die „Kaste“ schert es nicht. Genug! Ich habe keine Zeit, einem geschmäcklerischen Besserwisser den schier endlosen Katalog aufzuzeigen, der die hunderte konkreten Ursachen für polemische Publizistik enthält.
    „Demokratie ist doch mehr, als sich alle vier Jahre aussuchen zu dürfen, wer einen verarscht“, sang Hagen Rether einst.
    Wenn sachliche Argumente gegen den Inhalt eines Beitrags nicht verfügbar sind, dann mokiert sich der Spießer über dessen Form und behilft sich mit dem Griff in die antikommunistische Mottenkiste: „Schnitzlers Schwarzer Kanal“ und „ berieselnder Ostfunk“. Diese schnöseligen Schlenker, gedacht als Vernichtungsschläge, waren für mich Anlass zu vorliegender Antwort. Die DDR, werter Herr Unbekannt, führte keine Kriege, ließ keine Bomben auf Zivilisten abwerfen, war nicht drittgrößter Waffenhändler der Welt und war nicht weniger unfrei als die BRD es bis heute ist. Nur, dass die vom Westfunk mit Trallala betäubten Bundesbürger ihre Unfreiheit mehrheitlich heute nicht einmal mehr merken. Weshalb 40 000 Menschen an einem Mittwochnachmittag auf den Münchner Marienplatz strömen, um per Public Viewing zu erfahren, dass die Olympischen Winterspiele 2018 nicht in Deutschland ausgetragen werden – und Montagabend zur Demo gegen deutsche Massenarbeitslosigkeit und Hartz-IV-Elend nur ein paar einzelne Unentwegte kommen.
    Wäre unsere Medienwelt nicht so, wie sie ist, sondern so, wie sie sein sollte, dann bedürfte es nicht der ehrenwerten Versuche so vieler Gutwilliger (pars pro toto: tv orange, Ossietzky, Nachdenkseiten, bild blog, fefe, ad sinistram, NRhZ, steinbergrecherche, seniora), wenigsten eine kleine Form von Gegenöffentlichkeit herzustellen.
    Haben wir das jetzt geschnallt?
    Volker Bräutigam

  3. Flaschenpost
    2. Juli 2011 at 08:36

    Teilweise gut zu lesender kritischer Artikel, der meines Erachten auch als Kommentar zu EHEC übers Ziel hinausschiesst.Er schert gleich alle über einen Kamm und gibt einem den Eindruck, wir lebten alle unter unerträglichen Zuständen und unter Menschen, die völlig verkommen sind. Da werden gleich alle Bauern und deren Vertreter als Mitglieder einer gierigen, bösartigen Mafia generalverurteilt und die politische Klasse ist für Herrn Bräutigam offensichtlich der antimenschliche Entwurf eines Lebewesens. Unser Staat und seine Vertreter sollten alle „entsorgt“ werden, schreibt er sinngemäß, und die Presse ist für ihn ein Erfüllungsgehilfe dieser abartigen Kaste, schlimmer Volksunterdrücker, die sich niederträchtiger Methoden bediene. Der düstere Tenor mit beinahe verschwörungstheoretischem Hintergrund erinnert mich an die Zeiten des kalten Krieges, wo wir mit solchen Tiraden über Schnitzlers „Schwarzem Kanal“ aus dem Ostfunk berieselt wurden. „Cui bono?“ Für wen ist das gut?

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