Bundesregierung beschließt Afrika-Konzept – Eine Frage der Rohstoffe und Energie, des Friedens und Weltklimas

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Die Welt ist ständig im Umbruch. Länder wie China, Brasilien werden zu Metropolen, die alten Kräfteverhältnisse von Europa, USA und Eurasien inklusive Russland schwinden in der Geschichte, auf die gleiche Weise, wie im Mittelalter die starke Kultur und politische Macht Arabiens zuletzt aus Spanien zurückwich.

Nur ewig gestrige hängen noch an den düsteren  Hirngespinsten des “Kalten Krieges”, der Konfrontation des sogenannten ”Realen Sozialismus” des Ostblocks gegen den Kapitalismus des sogenannten “Westens”. Diese Verhältnisse haben sich drastisch geändert und werden sich mit dem arabischen Frühling weiter dramatisch verändern. Irrläufer der Geschichte, die nicht die Bedeutung der arabischen Umwälzung verstehen und auch nicht verstehen wollen und stattdessen von einer Verschwörungstheorie des “Westens” gegen Nordafrika sprechen. Die politische Entwicklung und die Geschichte wird solche Hirnneurosen auf den Haufen des geschichtlichen Unrates spülen, wie das Meer die Abfälle der Meerestouristen. ( Nur eine kleine Anmerkung: solch einen Schwachsinn kann man leider auch lesen in der “JungeWelt”, die sich sonst kritischen Analysen widmet. http://www.jungewelt.de/2011/06-11/039.php)


Staaten wie Deutschland bekannt durch ihren “Schlingerkurs” in der Libyenpolitik, haben ein Gespür für diesen Wandel. “Gute Beziehungen” mit niemandem zu früh brechen (Gaddafi, Assad…) , Fühler ausstrecken, denn diese Beziehungen sind für Energiepolitik und Rohstofflieferung aus Afrika für die deutsche Wirtschaft lebensnotwendig. Deutschlands wirtschaftliche Stärke und gleichzeitige Schwäche ist die schwindsüchtige Abhängigkeit vom Export. Und für diesen Export brauchst du die besten wirtschaftlichen Beziehungen für Rohstoffe. China, vor tausend Jahren selbst Supermacht, ist längst wieder auf diesem Weg zurückgekehrt, nachdem es hunderte Jahre kolonial entkräftet darniederlag. China ist mittlerweile geschickt in die ökonomischen Schuhe afrikanischer Kolonialherren geschlupft und hat mittlerweile mit den größten Einfluß in Afrika.

Die Geschichte sollte unserer Bundesregierung eigentlich zur Klarheit gereichen: Es gibt keine Stabilität beruhend auf ungleichen Verträgen, es gibt keine Stabilität, die auf Kollaboration mit Despoten, auf Unfreiheit und Unfrieden, sowie auf Ausschaltung der Demokratie basiert. Es bleibt die Frage offen: Welche universellen Werte und welche Interessen sind denn gemeint, Herr Westerwelle, Frau Merkel ?

 

Wolfgang Ehmke, Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V. erklärt hierzu:

„Neuer weltweiter Verteilungskampf“

Das Bundeskabinett hat (gestern) am Mittwoch das sogenannte Afrika-Konzept verabschiedet. Darin heißt es: „Die deutsche Afrikapolitik beruht auf einer realistischen Einschätzung des Kontinents. Sie gründet auf universellen Werten und ist zugleich von Interessen geleitet.“

Die Verabschiedung dieses Konzepts hat auf den ersten Blick nichts mit dem „deutschen“ Thema Atomausstieg zu tun, auf den zweiten Blick sehr wohl. „Die Abkehr von Atom, Kohle und Öl und der Einstieg in die Erneuerbaren Energien bedarf einer Neuausrichtung der geo-strategischen Leitlinien der deutschen Außenpolitik“, kommentiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

Bewusst wagen sich die Gorleben-Gegner mit ihrer Erklärung auf ein ungewohntes, für sie nicht übliches Parkett, „weil es sonst niemand anspricht“, entschuldigt sich BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: Die Rolle der sogenannten „seltenen Erden“ rückt dabei in den Fokus der deutschen Außenpolitik. Es handelt sich um 17 chemische Elemente, die vor allem für industrielle Produkte verwendet werden, die mit Optik, Licht oder Magnetismus zu tun haben. Sie werden für die Produktion von Smartphones benötigt, für Energiesparlampen, Akkus, Flachbildschirme und Computerplatinen. Außerdem werden diese Metalle für !Elektromotoren und Windkraftanlagen benötigt. 97 Prozent dieser Metalle werden derzeit in China gewonnen.

Politisch brisant ist aus Sicht der Atomkraftgegner:  Auch die Waffenindustrie ist für Laserwaffen und Nachtsichtgeräte auf diese seltenen Erden angewiesen. Dabei sind die Mineralien, aus denen die Metalle gewonnen werden, nicht wirklich selten, vermutet werden sie auch in Afrika. „Ein neuer weltweiter Verteilungskampf um Ressourcen beim Einstieg in die postnukleare und – fossile Zeit hat begonnen, mit universellen Werten und einer apostrophierten Augenhöhe mit Afrika hat dieser Kampf nichts zu tun“.

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