Zwanzigtausend DemonstrantInnen gegen die Gefahrzeitverlängerung in Frankreich, Deutschland und Schweiz. Erfolgreicher Atom-Brückenprotest an 11 Brücken zwischen Strasbourg und Konstanz
Eine ungewöhnliche Aktion der grenzüberschreitenden Umweltbewegung fand heute auf 11 Rheinbrücken zwischen Straßburg und Konstanz statt.
5 nach 12 wurde auf 11 Rheinbrücken für eine halbe Stunde gegen die weltweiten Gefahren der Atomenergie, insbesondere aber gegen die Atomkraftwerke in Grenznähe in Fessenheim, Beznau und Leibstadt demonstriert. Die Brückenaktion war Teil der weltweiten Aktionen und Proteste der Umwelt- und Friedensbewegung zum Jahrestag von Tschernobyl.
Die Aktionen war in dieser Form neu, grenzüberschreitend dezentral organisiert, selbstbewusst, gleichzeitig aber auch strikt gewaltfrei. Es ging nicht darum AutofahrerInnen zu ärgern, sondern wir wollten aufzeigen, dass bei einem Atomunfall in Fessenheim, Beznau oder Leibstadt alle Straßen und Brücken in unserer Heimat “dicht” wären.
Das neue dezentrale Konzept hat sich bewährt. Die Veranstalter waren über die große Zahl von TeilnehmerInnen überrascht. An einer der „kleinen“ der 11 Brücken, der Brücke Sasbach-Marckolsheim war mit 500 DemonstrantInnen gerechnet worden, real aber kamen auf die Brücke über 2000 Menschen. Bei “Volksfeststimmung” kamen alte Wyhl-Aktivisten und erfreulich viele junge Menschen, die zum ersten mal in ihrem Leben demonstrierten.
Die Brückendemonstration sollten zeigen, dass die Umweltbewegung bei einer Gefahrzeitverlängerung in Fessenheim, nicht nur brav auf den Plätzen der Städte demonstrieren wird. PM http://vorort.bund.net
Alemannische Rede von Axel Mayer bei der Kundgebung & Brückenaktion am 25.4.2011 in Sasbach http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/fessene-alemannische-rede.html
Hallo Saschbe, hallo Kaiserstuhl, salli Elsass, Bonjour !
Fessene
Schdelles eich vor
Fessene
zwei aldi Reaktorblöck und Schdrom für d´EnBW
zwei mol 900 Megawatt
d´Radioaktivität vu zwei mol 900 Hiroshimabombe im Johr
Un in Fukushima isch erschd ä kleine Deil vun de Radioaktivität vun viele tausend Hiroshimabombe entwiche
un trotzdäm isch´s fir alli Mensche dert jetzt schu ä riesigi Katastroph
Fessene
Schdelles eich vor
ä Unfall, ä Aschlag, Erdbebe, Flugzeugabschdurz,
Irgend ä „Ereignisablauf“ wu keiner demit grechnet het
Ä Unfall, Aschlag, Erdbebe, Flugzeugabschdurz, irgend ebbis
Un zwei aldi Reaktore wu´d Radioaktivität vun 1800 Hiroshimabombe drin isch
Was war des?
Des sin Ort im 8 Kilomter Radius um Fessene
Des sin´d Ort wu nachem Kadaschdropheplan evakuiert wäre sodde
8 Kilometer?
Schu Tschernobyl het zeigt dass des ä viel z´kleine Radius isch
Un Fukushima zeigt des äu, dass viel größeri Zone evakuiert wäre müest, obwohl erschd ä kleine Deil vun de Radioaktivität ab isch
Ensisheim, Pfaffenheim, Andolsheim, Neuf-Brisach, Niederrotweil, Wasenweiler, Ihringen, Breisach, Gündlingen, Merdingen, Pfaffenweiler, Bad Krozingen, Ehrenstetten, Staufen im Breisgau, Sulzburg, Müllheim, Hornbourg, Vororte von Mulhouse…
Was war des?
Des sin ä bar Ort im 20 Kilometer Radius um Fessene
schdelle eichs vor
Des sin Ort wu jetzt in Japan evakuiert wore sin
schdelle eichs vor in Japan
erschd viel´z lang im Keller hocke
un dann furt
furd vielichd fir immer
D Atomlobby frogt in de Zittung:
Was koschdet de Atomüssschdieg?
Mir froge:
Was koschdet´s, wenn ä Unfall bassiert?
Äs d´Gsundheit, es koschdet d Heimed un nach a bar Johr
vilichd sogar´s Läwe,
Un au de 20 Kilometer Radius isch viel z´klei
s´gid ä Fessene Schdudie vum Ökoinstitut Darmstadt
In dere Schdudie schdoht:
„Bei einem schweren Unfall in Fessenheim und lebhaftem Südwestwind mit Regen könnte sich eine bis zu 370 km lange Schadensfahne von Fessenheim bis in den Raum Würzburg-Nürnberg erstrecken. In deren Bereich müssten alle Siedlungen auf 50 Jahre geräumt werden, sollten die Richtlinien von Tschernobyl zur Anwendung kommen. Betroffen wären u.a. die Städte Freiburg, Emmendingen, Freudenstadt, Tübingen, Stuttgart, Heilbronn und Schwäbisch Hall.“ (Sollte der Wind am Katastrophentag in eine andere Richtung wehen, so wären natürlich andere Städte und Gemeinden betroffen).
Schdelles Eich vor
Ä bis zu 370 km langi Schadensfahne
Evakuiert für 50 Johr
Schdelles Eich vor
Kei Kinderlache meh
keini Jungi
kei Kind uf de Schaukle
villichd noch ä baar Aldi
Schdelles Eich vor
Colmar evakuiere, Friburg, Schdudgart evakuiere
Do nutzt kei Schduttgart 21
Warener schu mol in Friburg wenn de SC schbield und wänns noch ä Veranschdaldung gid?
Alles verschdopft, alles zu
Schdelle eich vor ä Wolke üs Fessene käm
Alli stiege ins Audo, jeder will furd
die eine wänn nüs üs de Schdadt
die andere wänn in´d Schdadt, d Kinder üs de Schul hole
Ä Vision
Ä Horrorvision
Unwarschinlig aber meglich
Deswege schden mir do
Deswege sage mir:
Atomüschdieg in Ditschland jetzd!
Die alde Kischde abschdelle un nimmi aschalde!
Deswege schaue mir über de Rhin
Mir schaue nach Fessene, mir schaue nach Leibstadt un Beznau
un ganz wichdig
nid d´Franzose un´d Schwizer wänn d´AKW
d EDF, d´EnBW und un d Schwizer Atomkonzern hän de Profid
un mir alli
Schwizzer, Dididschi und d Franzose
mir hän zämme s Risiko
d EnBW het Bezugsrechte fir 15 % vum Fessene Schdrom
Wer vun Eich hed immer noch EnBW Schdrom?
S´empfindlichd ´Körperteil vum ä Atomkonzern isch de Geldbiddel
Fessene abschdelle
Drum faschde jetzt in Colmar d Elässer gege Fessene
A Gruß vun de Saschbemer Bruck nach Colmar
Un besuche sie mol die Hungerstreiker. Die brüche uns
Drum schden mir hid uf de Brucke in Saschbe
In alder Tradition
Uf de ehemalig Rumpelbruck in Saschbe
sin mer vor faschd vier Jahrzehnt
schu efder mol gschdande
am Oberhin und am Hochrhin
Un was sage Sie?
Was sage mir?
Atomüsschdieg jetzt
Die schwizzer Schrottreaktor Leibstadt und Beznau abschdelle
Fessene abschdelle
und wer in Fessene neii AKW baue will
der kriegd uf Leffel
Nai hämmer gsaid
Dankschen






















