Die Superbombe – Sacharow und Oppenheimer und die Ehrfurchtsethik

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Die Superbombe – Vom Wahnsinn des Kalten Kriege eingestellt auf Youtube von „wodan182″
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Erfurchtsethik und Friedenserziehung

„Der Krieg* als Gipfel der Inhumanität machte deutlich, daß die Menschen darauf verzichteten, sich zu allererst für das richtige Verhalten des Einzelnen und für echte menschliche Gemeinschaft einzusetzen. Bald darauf erkannte Schweitzer, daß es wenig Sinn haben mußte, nur über den Niedergang der Kultur zu klagen. Er versuchte, einen Weg zu finden, der es ermöglichte, aufgrund von Lebensbejahung Kultur aufzubauen.

Die Analyse der Situation zeigte ihm, daß im europäischen Menschen die äußere Aktivität über die innere Orientierung gesiegt hatte, daß der wissenschaftlich technische Fortschritt sich der geistig- sittlichen Kontrolle beinahe vollends entzogen hatte. „Der Fortschrittsglaube zieht den Wagen; die Ethik braucht vorerst bloß mitzulaufen. Wo aber dann der Wagen immer schwerer und das Gelände immer schwieriger wird und die Ethik auch ihre Kraft miteinsetzen sollte, versagt sie, weil sie keine eigene Kraft hat. In rückläufige Bewegung kommend, reißt der Wagen den Fortschrittsglauben und die Ethik mit sich den Abhang hinunter.“ ( 1) Diese Situationsanalyse zeigt einen Sachverhalt auf, der heute allgemein anerkannt wird:

Das technische Zeitalter kann die Probleme, die es hat nicht nur technisch lösen. Es müssen auch ethische Antworten auf die ständig wachsende Macht des menschlichen Könnens gefunden werden. (2) Für Schweitzer ist der Kraftverlust der Ethik der entscheidende Grund im Hinblick auf die Krise der Kultur, die sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts mehr und mehr verstärkt. An den Menschen zu Beginn unseres Jahrhunderts beobachtet er eine „Mentalität des Unfreien“, die keine Kulturideale mehr denken kann, eine Unfähigkeit zur Sammlung und Besinnung, den Verlust der Persönlichkeit zugunsten der „sich stets vollkommender ausbildenden wirtschaftlichen, sozialen und politischen Organisationen.“ (3)“

„Wer ernsthaft ehtische Betrachtungen bei verantwortungsbewußtem Handeln des Einzelnen und der Gesellschaft als Kriterium für Entscheidungen zu Hilfe nimmt, muss eines klar erkennen: Nicht alles, was technisch machbar ist, sollte auch gemacht werden! Eine Gesellschaft ohne ethische Grundlagen, wird nur mit Glück überleben“

Quellenbelege:
(1)    Schweitzer, Albert, Band 2, S. 189/190
(2) vergl. ausführlicher: Lenk, Hans, Herausforderung der Ethik durch technologische Macht;
Bittburger Gespräche, Jahrbuch 80/81,München 1981, S. 5-38.
(3) Schweitzer, Albert, Band 2, S. 120/121

*Gemeint ist der 1.Weltkrieg, Giftgaseinsätze ua.

Quelle: Wissenschaftliche Examensarbeit, Hans-Udo Sattler, JLU-Giessen 1986
„Die Erfurchtsethik Albert Schweitzers und die Friedenserziehung in den Schulen“
Seite 14 und 15.


 

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