Wer Photovoltaik-Anlagen baut, soll solidarisch sein

Ein Vorschlag mit sozialer Komponente.

 

Interview mit dem Geschäftsführer der Fa. Ameco-Solar, Herrn Christmuth Basilico und Herrn Hans-Udo Sattler von TV-Orange. 30.3.2011
TV-O: Herr Basilico, sie planen und bauen mit Ihrem mittelständischen Unternehmen und Partnerunternehmen Photovoltaik- und Solar-Anlagen auf. Sie beschreiben einen Vorschlag, der die Verbraucher auf lange Frist gesehen deutlich entlasten soll. Wie soll das aussehen?

Christmuth Basilico: Ersteinmal möchte ich mit der vielfach fälschlich geäußerten Behauptung der staatlichen Subventionierung des Stroms aus Photovoltaik-Anlagen aufräumen: Der Staat zahlt letztlich selbst gar nichts. Nur die Verbraucher zahlen. Also jeder. Auch der, der keine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat, entweder weil der die passenden Flächen nicht hat, oder es nicht finanzieren kann.

Teil 1 des Interviews

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

TV-O: Und Sie verhelfen ja gerade den „potenten“ Kunden dazu, von den Umlagen der Stromverbraucher zu profitieren, indem Sie für diese Anlagen planen und bauen.

Basilico: Natürlich verhelfe ich in erster Linie dazu, dass regenerative Energie wirtschaftlich genutzt wird und Vorteile für die Betreiber solcher Anlagen bringt. Jedoch bauen recht viele in meinen Augen zu klein dimensioniert und sehen legitimerweise nur sich selbst und ihren eingenen Vorteil. Für mich ist jedoch klar: Wir müssen stärker das Große Ganze in den Blick nehmen, wer jahrelang profitiert, sollte auch etwas zurückgeben.

TV-O: Konkret wie?

Basilico: Mein Vorschlag -Einspeisevergütung festlegen auf 30ct/KW mit der Abstufung für Anlagen von über 30 und 100 KW – wie gehabt – und Festlegung der Einspeisevergütung wie gehabt auf 20Jahre plus Einspeisejahr. Der Kunde verliert nach 25Jahren das Recht auf den produzierten Strom, der über seinen eigenen Verbrauch hinausgeht. Anders ausgedrückt, er muss beim Bau seiner Anlage so groß wie möglich bauen und hat nach 25 Jahren, dann die Verpflichtung den Strom, der über den Eigenverbrauch hinausgeht, der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Teil 2 des Interviews

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

TV-O: Das kann aber nicht kurzfristig zu billigem regenerativen Strom führen.

Basilico: Das nicht, aber unsere Generation kann mit geeigneten Spielregeln dafür sorgen, dass für die Photovoltaik ein langfristiger Anreiz erhalten bleibt und sie den Verbrauchern langfristig günstige Energie liefert. Die positiven Auswirkungen hätte schon unsere direkt nachfolgende Generation. Möglicherweise erlebe ich das sogar noch selbst. An dem wie es heute läuft, ist allerdings nichts wirklich sozial. Die Kosten werden halt auf die Allgemeinheit umgelegt.

Teil 3 des Interviews

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Vielen Dank für dieses Interview, Herr Basilico.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.