Was tun die, die für Frieden im Irak und Afghanistan eintreten, zum Schutz der Libyer?

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Was tun die, die für Frieden im Irak und Afghanistan eintreten, zum Schutz der Libyer?

Nichts  – wäre zu wenig ausgedrückt. Nein sie tun einiges. Die Verlautbarungen erfolgen meist von  institutionalisierten Vertretern der Friedensbewegung, nicht direkt von den friedensbewegten Menschen selbst.  Die Vertreter sehen sich persönlich und historisch schon seit der Zeit des kalten Krieges und der DDR legitimiert „für die Friedensbewegung“ zu sprechen. Sie sind in der Regel nicht demokratisch gewählt, üben aber mit ihren Verlautbarungen einen nicht zu unterschätzenden Druck auf die offizielle Politik und die Regierung aus. Auf eine politische „Elite der Politik-Macher“, die weder in der Außenpolitik noch der Zukunftspolitik (siehe Atomwirtschaft) in der Lage ist, eine zukunftsweisende kreative Perspektive zu entwerfen.

Die Bewegung der Menschen für Frieden gegen die Kriege in Irak und Afghanistan ist notwendig und sie muss noch klarer und inhaltlich umfassender  werden. Eine breite bedingungslose Unterstützung der Jasmin-Revolution in den arabischen Ländern, in Nahen und Mittleren Osten bis hin zu China ist die die Chance eine globale friedliche Welt zu schaffen.

Warum verwenden „Vertreter“ der Friedensbewegung  und „Linke.“ die gleiche Argumentation wie Gaddafi?

Sie sagen, die Flugverbotszone und die UN-Intervention sei ein Komplott der USA und der Nato und ein organisierter Angriff gegen Libyen. Die „Vertreter“ verwenden das Klischee des Anti-US-Imperialismus, ungeachtet der politischen Veränderungen in der Welt. Mit dieser  Verschwörungstheorie  hindern sie sich selbst daran, ihren Augen und Ohren zu traten. Mit dieser blinden „Sichtweise“  ist ihnen der Weg für eine eindeutige Unterstützung der demokratischen Bewegungen, sei es in Libyen, Ägypten, Syrien versperrt.  Sie verdrängen die Realität der friedlichen Proteste in Libyen , in Tripolis und Benghazi, die blutig niedergeschossen wurden. Sie reden fälschlicherweise wie viele Medien und Politiker von einem Bürgerkrieg, während dies in Wirklichkeit die  bewaffnete Selbstverteidigung der Libyer gegen das Gaddafi-Regime mit seinem Machtapparat ist.

Und so erkennen sie logischerweise auch nicht die große Chance des demokratischen Aufbruches zur Beseitigung despotischer Herrschaftsstrukturen. So finden sie sich mittels ihrer ideologisch verkrusteten Weltschau genau auf der Seite derer, die mit diesen despotischen Regimes aus wirtschaftlichem Aspekt mehr als gute Beziehungen unterhielten.

 

Die Äußerungen der Lafontaines sind nicht nur zynisch. „Krieg ist auch in Libyen keine Lösung. Deutschland darf sich weder unmittelbar noch mittelbar an einem militärischen Eingreifen beteiligen. Wenn Herr Westerwelle in der Friedensfrage unsere Auffassung teilt, begrüßen wir das.“ http://maybritillner.zdf.de/ZDFde/inhalt/21/0,1872,8226933,00.html

Solches Verhalten hätte durch die Verhinderung der Flugverbotszone den zehntausendfachen Mord an der Bevölkerung von Benghazis bedeutet. Ideologie ist manchmal unmenschlicher als wirtschaftliche Gerissenheit. Es zeugt von einer Parteisoldatenmentalität, von einer eiskalten Brutalität und Gleichgültigkeit gegenüber der Lebensnot tausender Menschen.

Anschließende Artikel:

Die Freiheit Libyens wird siegen
http://tv-orange.de/2011/03/gaddafis-politik-ist-unberechenbar-aber-die-freiheitsbewegung-wird-siegen/

Libyen und die „Friedensbewegung“
http://tv-orange.de/2011/03/was-tun-die-die-fur-frieden-im-irak-und-afghanistan-eintreten-zum-schutz-der-libyer/

Militärischer Schutz der Libyer
http://tv-orange.de/2011/03/welchen-beistand-braucht-die-libysche-bevolkerung-jetzt-dringend/

Über Doppelmoral
http://tv-orange.de/2011/03/gewaltlosigkeit-oder-doppelmoral/

Libyens Ausland
http://tv-orange.de/2011/03/internationaler-beistand-fuer-die-demokratische-revolution-in-libyen/

Denk ich an Deutschland in der Nacht…
http://tv-orange.de/2011/03/deutschlands-seelische-depression-und-die-logik-der-nichteinmischung/

2 comments for “Was tun die, die für Frieden im Irak und Afghanistan eintreten, zum Schutz der Libyer?

  1. seher
    29. März 2011 at 16:49

    Das bestreitet niemand – aber ist dies alles ein Grund, WEG ZU SCHAUEN und nichts zu tun im Falle eines drohenden zehntausendfachen Massakers in Benghazi, das ausschliesslich durch die NoFlyZone angewendet werden konnte?
    Eiskalte Logik ist Sache von Niebel, Wetserwelle und Lafontaine aber nicht unsere friedliche Sache !

  2. 28. März 2011 at 22:44

    Wann wird wo warum eingegriffen – und wann wird wo nicht eingegriffen?
    An welcher Stelle steht Lybien was Menschenrechtsverletzungen weltweit anbelangt – wo ist es am dringensten? Es ist unbefriedigend all da anschauen zu müssen -Grundlegends müsste sich ändern, aber trotz vielr Vorschläge und Initativen geschieht nichts. Im Winter 2010/2011 z.B. die Initiative von Pro Asyl gegen Gadaffi und das Geld das er von der EU für die sog „Frontex“aufgaben bekam, übelste Flüchtlingslager. Oder der Aufruf gegen Waffenexporte in afrikanische Länder, in arabische Staaten, nach Mexiko…
    Die Bitte um Aufnahme von Deserteueren, Kriegsdienstverweigerern,und Flüchtlingen aus Unrechtsregimen wie China, Iran, Türkei, Kuweit, Saudi-Arabien usw. Es ist kaum auszuhalten was gerade weltweit und vor unserer Haustür in Abschiebelagern in Deutschland geschieht – wenn man hinschaut. Nicht nur nach Lybien – aber dass die, die für die Misere mitverantwortlich sind mit Bomben gutes schaffen bezweifle ich bzw sehe ich täglich im Irak und Afghanistan. Einfach macht es sich die Friedensbewegung bestimmt nicht, denn die Lage ist komplex, Waffengewewalt aber die ungeeignete Antwort,die Antwort der Hilflosen wenn es zu spät ist. Lest mal das: http://www.imi-online.de/2011.php?id=2258

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