Internationaler Beistand fuer die demokratische Revolution in Libyen

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Die demokratische Bewegung in Nordafrika, des Nahen und Mittleren Ostens ist vorbehaltlos zu unterstützen.

In Ägypten, Tunesien erscheint der Weg zur demokratischen Erneuerung der Gesellschaft weniger blutig und verlustreich zu verlaufen.  Aber auch hier sah der engagierte Zeitzeuge, wie schwankend und ambivalent das Verhalten des Auslandes und der arabischen Nachbarn war. Der wesentliche Unterschied zu Libyen besteht darin, dass Gaddafi die offizielle Armee Libyens aus Gründen der eigenen Sicherheit militärisch sehr sparsam ausgerüstet hatte und seine Leibgarden, die sogenannten Revolutionsgarden waffentechnisch  mit ausländischer Hilfe, vor allem Russland und England, sehr modern ausgerüstet hat. Es ist eine über 40000 Mann starke Eliteeinheit, hochdotiert und treu ergeben.  Deshalb ist der Konflikt zwischen libyschen Volk und „Führer“ ein viel schmerzlicherer und blutigerer.

Die Politik des libysche Auslandes sieht sich deshalb noch stärker in der Libyenfrage gefordert:  Engagieren, wie und wie weit?  Was ist, wenn diese demokratischen Bewegungen nach ihrem Sieg eine selbstbewußte,  nicht mehr käufliche, eine souveräne Politik nationaler Unabhängigkeit und Demokratie entwickeln?

Die  Blockadehaltung von Russland und China in der UNO sind Beweis für einen weiteren Balanceakt. Wie bringe ich den chinesischen und russischen Völkern bei, dass Demokratie nur eine Sache der Nordafrikaner ist, aber an der Grenze zu Russland und China halt macht ?
Putin selbst schloß mit Gaddafi 2008 einen Deal über 2,3 Mrd Dollar für den Verkauf militärischer Waffen ab. England lieferte ebenso Waffen, Frankreich liebäugelte gar mit dem Verkauf von Atomanlagen an Gaddafi! Eine deutsche Firma mit dem Namen Sheltex wird genannt als Erbauer der Bunker Gaddafis Dokumentiert finden sich diese Beziehungen hier und hier und hier.

Die demokratische Bewegung in Libyen braucht tatkräftige Unterstützung. Die libysche Bevölkerung rief wochenlang um Hilfe der UN, wenigstens die Bombardierung durch Gaddafis Luftwaffe mit einer NoFlyZone zu verhindern. Das lange Zögern der UN, die Blockadehaltung von China und Russland aber auch die deutsche Außenpolitik verstärkte die Position Gaddafis. Statt Taten ein Krieg der Worte und Ankündigungen, Gaddafi vor dem internationalen Gerichtshof ICC zu bringen. Leere Worte, die nur das Gegenteil bewirkten. Gaddafi wusste ab diesem Zeitpunkt, es gibt kein Zurück, es gibt nur ein Überleben in Libyen.  So gesehen ist die aktuelle Initiative Italiens und der USA Gaddafi eine Art Schutzbrief fürs Exil anzubieten, eine sinnvolle Entscheidung.

Anschließende Artikel:

Die Freiheit Libyens wird siegen
http://tv-orange.de/2011/03/gaddafis-politik-ist-unberechenbar-aber-die-freiheitsbewegung-wird-siegen/

Libyen und die „Friedensbewegung“
http://tv-orange.de/2011/03/was-tun-die-die-fur-frieden-im-irak-und-afghanistan-eintreten-zum-schutz-der-libyer/

Militärischer Schutz der Libyer
http://tv-orange.de/2011/03/welchen-beistand-braucht-die-libysche-bevolkerung-jetzt-dringend/

Über Doppelmoral
http://tv-orange.de/2011/03/gewaltlosigkeit-oder-doppelmoral/

Libyens Ausland
http://tv-orange.de/2011/03/internationaler-beistand-fuer-die-demokratische-revolution-in-libyen/

Denk ich an Deutschland in der Nacht…
http://tv-orange.de/2011/03/deutschlands-seelische-depression-und-die-logik-der-nichteinmischung/

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