In Libyen droht ein Blutbad – lasst uns nicht allein!

Appell an die deutsche Öffentlichkeit und Politik der Libyschen Gemeinde in Deutschland www.libyschegemeinde.de 
Wir Libyer in Deutschland sprechen täglich mit unseren Verwandten und
Freundenin der Heimat. Sie flehen uns an: Ihr müsst die internationale
Gemeinschaft mobilisieren, um ein noch viel größeres Blutbad zu
verhindern!
Gadaffis Regime und seinen Söldnertruppen versuchen mit allen Mitteln
die befreiten Städte zurückzuerobern – sie schießen aus
Kampfflugzeugen und Hubschraubern, sie schießen auf Krankenwagen, sie
exekutieren wahllos Kämpfer wie Zivilisten, sie haben die Grenze zu
Tunesien für Flüchtlinge weitestgehend geschlossen und sie umzingeln
Städte um die Menschen auszuhungern. Mit dem Mut
der Verzweiflung verteidigen die Libyer ihre befreiten Städte, oft
können sie die Gadaffi-Truppen nur unter hohen Verlusten
zurückschlagen.
Doch was wird passieren wenn die Gadaffi-Söldner die militärische
Oberhand gewinnen?  Unsere Verwandten und Freunde in Libyen haben
keine Zweifel und die jüngsten Nachrichten aus Sawija bestätigen es:
Den befreiten Städten drohen unvorstellbare Massaker! Mit der brutalen
Gewalt gegen friedliche Protestierer hat das Gadaffi-Regime den
friedlichen Massenaufstand der Libyer zu einem Kampf ums Überleben
gemacht.

Bei dem Freiheitskampf der Libyer geht es aber noch um mehr als das
Leben Hunderttausender Menschen in Libyen. Wird die Freiheitsbewegung
besiegt, stirbt wahrscheinlich auch der arabische demokratische
Frühling, der mit den Revolutionen in unseren Nachbarländern Tunesien
und Ägypten so hoffnungsvoll begonnen hat und sich in Yemen, Bahrain
und anderen Staaten fortsetzt.

Die Libyer kämpfen außerdem für universale Werte, die Europa seit
langem predigt. Und sie kämpfen dabei gegen ein Regime, das
ausgerechnet von Europa durch Öl- und Waffengeschäfte gefüttert und
gestärkt wurde.

Aus allen diesen Gründen muss Europa jetzt dringend der libyschen
Freiheitsbewegung viel entschlossener beistehen!

Wir Libyer fordern von der Politik
-          Anerkennung des neuen libyschen Nationalrats als einzige
legitime Vertretung Libyens und Schließung der libyschen Botschaft in
Deutschland wenn sie sich nicht dem Nationalrat unterstellt,
- Maßnahmen gegen das Einschleusen weiterer ausländischer Söldnertruppen,
- Hilfslieferungen für die befreiten und umzingelten Städte und
- das Ausschalten des libyschen Staatsrundfunks.

Außerdem bitten wir alle Privatpersonen um Spenden für die libyschen
Flüchtlinge.

Berlin, 6. März 2011Libysche Gemeinde in Deutschland
www.libyschegemeinde.de
0163 / 7765210
Spendenmöglichkeiten für Libyen:

UNHCR - UNO-Flüchtlingshilfe (www.unhcr.de)
Spendenkonto: 2000 88 50
Sparkasse KölnBonn
BLZ 370 501 98
Stichwort "Libyen"

UNICEF - Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (www.unicef.de)
Spendenkonto: 300.000
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00
Stichwort "Nordafrika"

action medeor - Deutsches Medikamenten-Hilfswerk (www.medeor.de)
Sparkasse Krefeld
Spendenkonto: 9993
BLZ 320 500 00
Stichwort "Flüchtlinge Libyen"

Islamic Relief (www.islamicrelief.de)
Sparkasse KölnBonn
Konto: 12 20 20 99
BLZ: 370 501 98
Stichwort "Libyen, Tunesien, Ägypten“

1 comment for “In Libyen droht ein Blutbad – lasst uns nicht allein!

  1. Hauser Reto
    8. März 2011 at 13:27

    Das libysche Volk in seinem Freiheitskampf hat meine volle Symphatie und Unterstützung. Gaddaffi, der Mörder und Schlächter, muss weg. Unglaublich der Mut dieser Männer: Für mich sind das alles grosse Helden und Martyrer.
    Wohin kann ich spenden, um den Kampf dieser Männer zu unterstützen ?

    Reto Hauser, Zürich, Schweiz

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