Gewaltlosigkeit oder Doppelmoral

Das Argument der Gewaltlosigkeit und die Doppelmoral

Gandhi lebte und wirkte in der festen Überzeugung, dass Gewalt nicht Gewalt und Krieg nicht Krieg  aus der Welt schaffen kann. Im Bürgerkrieg zwischen den Religionen setzte er mit aller Konsequenz sein eigenes Leben im Hungerstreik ein. Gandhi verurteilte aber nie die Menschen, die sich gegen moradierende Milizen von Despoten notfalls mit Gewalt und bewaffnet erwehrten. Wohl wissend, dass auch diese Selbstverteidigung mit Gewalt und Krieg keine grundsätzliche Lösung darstellt. Die Verkürzung des Wirkens von Gandhi , wird als moralische Rechtfertigung einer Nichteinmischung in Libyen mißbraucht.

Diese Doppelmoral und Zweigesichtigkeit findet sich auch dann, wenn auf Friedensveranstaltungen gerne Vertreter der Resistance und des Widerstandes gegen den Hitler-Faschismus eingeladen werden.  Daß aber dieser Widerstand letztlich nur militärisch und bewaffnet siegreich war, wird aus moralischen Erwägungen nicht diskutiert. Darf darüber nicht geredet werden ?

Die Glaubwürdigkeit des Okzidents

Die Zivilisationen von Europa den USA, aber auch der UdSSR haben in den Weltkriegen  und den späteren wirtschaftlichen Beziehungen und Unterstützungen von despotischen Regimes ein berechtigtes Mißtrauen bei den Menschen in Nah- und Mittelost, in Arabien, ja weltweit geschaffen.

Der Orient hat eine sehr negative Erfahrung mit dieser Art der „Unterstützung“.  Aber die internationale Gemeinschaft hat jetzt in dieser Zeit der demokratischen Umwälzungen eine sehr große Chance, eine Politik des Vertrauens, der gegenseitigen Gleichberechtigung und Selbstbestimmung herzustellen. Die Haltung der UN und ihrer Mitglieder in der Frage der Flugverbotszone entsprach dem nicht. Sie vermittelte  wiederum dieses  altbekannte taktische und kalkulierte Verhalten.

Nur eine unzweideutige klare Stellungnahme und Unterstützung der demokratischen Bewegungen kann Glaubwürdigkeit erzeugen.  Ein wichtiger Schritt dieser Glaubwürdigkeit wäre es auch,  die Mörder der japanischen Bevölkerung durch die Atombombenabwürfe auf Nagasaki und Hiroshima, sowie die Drahtzieher des Krieges gegen den Irak wegen Verbrechens an der Menschlichkeit vor deminternationalen Gerichtshof anzuklagen.

Das Gewissen der Menschheit vergisst nicht.

Anschließende Artikel:

Die Freiheit Libyens wird siegen
http://tv-orange.de/2011/03/gaddafis-politik-ist-unberechenbar-aber-die-freiheitsbewegung-wird-siegen/

Libyen und die „Friedensbewegung“
http://tv-orange.de/2011/03/was-tun-die-die-fur-frieden-im-irak-und-afghanistan-eintreten-zum-schutz-der-libyer/

Militärischer Schutz der Libyer
http://tv-orange.de/2011/03/welchen-beistand-braucht-die-libysche-bevolkerung-jetzt-dringend/

Über Doppelmoral
http://tv-orange.de/2011/03/gewaltlosigkeit-oder-doppelmoral/

Libyens Ausland
http://tv-orange.de/2011/03/internationaler-beistand-fuer-die-demokratische-revolution-in-libyen/

Denk ich an Deutschland in der Nacht…
http://tv-orange.de/2011/03/deutschlands-seelische-depression-und-die-logik-der-nichteinmischung/

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