Aegypten und unsrere Solidaritaet – made in Germany

Bundeswirtschaftsminister Brüderle (FDP) sagte dem Onlineportal, dass man die Lage in Ägypten sehr genau beobachte und in engem Kontakt mit den Experten vor Ort sowie mit den Außenhandelskammern und der Botschaft stehe…Der Umsturz in Ägypten könnte teuer werden für Deutschland. (Zitat http://www.weltexpress.info) Und der Außenminister bewunderte bis Ende Januar die Fähigkeiten von Herrn Mubarak, in der Nahostregion Stabilität zu garantieren. Ein trauriges Kapitel des Schutzes von Menschenrechten.

Aber was tun die, die immer an das Gewissen, an die Moral und Frieden appellieren. Man hört nichts von der Friedensbewegung. Keine aktive Unterstützung der Menschen, die im Kampf mit Despoten stehen. Keinen Versuch irgendwie den friedlichen Widerstand der Menschen zu verteidigen. Was hindert die Aktivisten für Frieden aufzustehen? Wo sind gerade die, die sich immer an die Spitze stellen. Wieso kommt es dazu, dass Friedensbewegung und Finanzverwalter gleichgeschaltet nichts tun und damit den Despoten in die Hände spielen?

Es ist kein Geheimnis. In der Nahost-Frage hat sich die kritische Bewegung nicht emanzipiert. Jedes Eintreten zum Wohle der Völker und Staaten des Nahen Osten, wird gleichzeitig als Gefahr für Israel und Verrat an den Opfern des Nationalsozialismus empfunden. Ein Philosoph sagte mal etwa so: die Dummen handeln und sind skrupellos, die Moralischen sind voller Selbstzweifel, die sie erlahmen läßt.

Vielleicht wird in diesen Tagen und Wochen endlich erkannt, dass die Unterstützung der Nachbarn Israels keine Feindschaft gegen Israel und Juden bedeutet. Hoffentlich gelingt es, sich endlich von dieser hypnotischen Angst zu befreien? Vielleicht wird durch eine gesamtpolitische Veränderung im Mittelmeerraum endlich einmal klar, dass eine wirkliche Demokratie in allen Ländern die beste Möglichkeit für ein friedliches und schöpferisches Zusammenleben von Muslimen, Juden, Christen und anderen Religionen sein kann.

Die Aktivisten für Frieden sollten wie die aufgestandenen Menschen den Duft der Freiheit geniessen lernen. Nicht mit gesenktem Kopf nur gegen Niederlagen angehen, sondern erhobenen Hauptes die gemeinsame Kraft aller Menschen verspüren und endlich auch wieder einen Sieg der Menschlichkeit feiern können.

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