Drei Umwelturteile elsaessischer Gerichte

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BUND-sued

 

Liberté? Egalité ? Drei Umwelturteile elsässischer Gerichte

 

Finden Sie den Unterschied:

  • Ein französischer Biologe hat gentechnisch veränderte Rebstöcke zerstört. Die Vorinstanz, das Straßburger Verwaltungsgericht, hatte den gentechnischen Freilandversuch wegen eines Formfehlers nachträglich als illegal eingestuft. Ein Berufungsgericht in Colmar verurteilte den Umweltschützer dennoch im Januar 2011 zu 50.000 Euro Schadenersatz und einem Monat auf Bewährung.
  • 7.500 Euro „Bußgeld“ musste die französische Firma Rhodia in Chalampé im Jahr 2006 zahlen, nachdem die unglaubliche Menge von 1.200 Tonnen giftigem Cyclohexan ins Grundwasser gelaufen war und eine verheerende Explosion nur durch glückliche Umstände verhindert wurde.
  • Der Brand des „nicht brennbaren“ Giftmülls in der Stocamine, der „sichersten“ Giftmülldeponie Frankreichs im elsässischen Kalibecken bei Mulhouse, brachte den Arbeitern Gesundheitsschäden und gefährdet langfristig das Grundwasser am Oberrhein. Im Berufungsverfahren um den Brand hat im April 2009 ein Gericht in Colmar das Urteil gefällt: Der Chef der Deponie wurde letztlich zu einer Geldstrafe in Höhe von 5.000 Euro verurteilt.

Liberté? Egalité? Gerechtigkeit und Unabhängigkeit der Justiz müssen auch in der Demokratie immer neu erkämpft werden.

Dies gilt genau so auch für Deutschland, wo es vergleichbare Urteile gibt.

  • Jean Paul Lacôte, Alsace Nature Haut-Rhin, Vorstandsmitglied
  • Axel Mayer, BUND-Regionalverband, Geschäftsführer

Mehr Infos Umwelt(un)recht: http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/umweltrecht.html

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