Demokratische Bewegung in Tunesien

Das Staatssystem Ben Alis – einst selbst einer aus den Reihen der Regierungsmilizen und Polizeispitzel – hat jegliche Opposition in Tunesien niedergehalten und ausradiert. Sämtliche im Parlament vertretene Parteien passten sich diesem Klima an. Voraussetzung also dafür, dass sich in der Bevölkerung eine direkt demokratische Bewegung selbst organisieren muss.

Berichte vor Ort bestätigen, dass die Milizen-Polizei Ben-Alis ihre bisherige Machtkontrolle nicht aufgeben will. Das Militär versucht das Treiben und die Struktur dieser Milizen aufzulösen. Allerdings war das Militär bisher in keinem Land der Welt Garant für eine wirkliche demokratische Entwicklung. Zu sehr sind dessen Strukturen mit den Mächtigen und Regierenden verquickt.

Spontan entstandene Bürgerwehren versuchen die Übergriffe der Polizei-Milizen und die Anschläge gegen die Bevölkerung zu verhindern. Sämtliche demokratische und oppositionelle Menschen sollten zusammen mit diesen Bürgerwehren versuchen eine politische und demokratische Vertretung aufzubauen. Hierzu ein Zitat der Sueddeutschen Zeitung: http://www.sueddeutsche.de/politik/tunesien-tunis-im-ausnahmezustand-1.1047332

“… Überall im Land wurden Bürgerwehren gebildet, die Ausschreitungen von Anhängern des Ex-Präsidenten verhindern sollen. Sie sind oft nur mit Stöcken bewaffnet. Organisiert werden sie meist von der Einheitsgewerkschaft UGTC, die sich offenbar zunehmend aus der Vormundschaft des Regimes löst…”

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