Baradei sieht neue Aera fuer Aegypten

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AKTUELLE  INFO zitiert aus WELT-Online

Baradei sieht neue Ära für Ägypten

Der Friedensnobelpreisträger ElBaradai ist als Vertreter von der gesamten Opposition anerkannt. Er stellte sich trotz Ausgangssperre an die Spitze der Proteste und forderte : Mubarak muss abtreten, damit Ägypten eine Zukunft hat. USA sollen Hilfe für Mubarak einstellen. Es muss eine Übergangsregierung der demokratischen nationalen Einheit gebildet werden. Das was jetzt begonnen hat, ist nicht mehr zurückzudrehen.

“…Der ägyptische Friedensnobelpreisträger Mohammed al-Baradei hat sich als Hoffnungsträger der Opposition den Demonstrationen gegen das Regime von Präsident Husni Mubarak angeschlossen. Baradei sprach auf dem Tahrir-Platz zu den Demonstranten. Mit seinem Erscheinen ignoriert Baradei den von den Behörden verhängten Hausarrest. Er bezeichnete die Proteste gegen Mubarak als „historische Tage“. „Was wir angefangen haben, lässt sich nicht zurückdrehen“, zitierte ihn der arabische Sender al-Dschasira. „Wir beginnen in Ägypten eine neue Ära.“ Unter den Tausenden Demonstranten waren Mitglieder der Muslimbruderschaft, der linken Tagammu-Partei, der liberalen Al-Ghad-Partei sowie kleiner Parteien. Baradei hatte kurz zuvor – wie auch die ägyptischen Muslimbrüder – die sofortige Bildung einer Regierung der nationalen Einheit gefordert. „Ägypten steht in Flammen. Das Land fällt auseinander. Überall wird geplündert“, sagte er im CNN-Interview. Die USA forderte al-Baradei auf, ihre Unterstützung für Mubarak aufzugeben. Die „lebenserhaltenden Maßnahmen für den Diktator“ müssten beendet werden, sagte er im US-Fernsehen.

Abseits der politischen Demonstrationen droht Ägypten in Anarchie zu versinken: Plünderer, Brandstifter und Räuber terrorisieren die Bevölkerung. Die Zahl der Toten stieg auf mindestens 150. Neue Opfer gab es vor allem in mehreren Gefängnissen, aus denen Häftlinge ausbrachen. Dabei wurden auch Brände gelegt. Die ägyptische Armee, die seit Freitag in Kairo Präsenz zeigt, rückte in die Touristenregion Scharm al-Scheich am Roten Meer ein. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) telefonierte mit Mubarak und forderte ihn zu einer gewaltfreien Lösung auf.

Angesichts der unsicheren Lage versuchen Hunderte Ausländer, Kairo zu verlassen. Selbst Familien, die schon seit Jahrzehnten im Land leben, versuchen, einen Flug zu bekommen. Einige Staaten wie Großbritannien und die Türkei begannen damit, ihre Staatsbürger auszufliegen. Auf dem internationalen Flughafen der Millionenstadt warten Tausende Ausländer. Die Armee nahm bei Einsätzen gegen Plünderer rund 450 Menschen fest. Allein in Alexandria und Ismailija hätten Soldaten mehr als 250 Kriminelle festgesetzt, berichtet der arabische Nachrichtensender al-Arabija. Offenbar sind aber auch regimetreue Sicherheitskräfte an den Plünderungen beteiligt. Nach Angaben der langjährigen Direktorin des Ägyptischen Museums in Kairo, Wafaa al-Saddik, kam es auch in der berühmten Antikensammlung zu Plünderungen durch Wachpersonal und Polizisten. Trotz Ausgangssperre wurden selbst Krankenhäuser angegriffen. In einem Krankenhaus hätten Ärzte Molotowcocktails hergestellt, um das Hospital zu verteidigen, hieß es. Das ägyptische Staatsfernsehen zeigte erstmals Bilder von Dutzenden von Männern, bei denen es sich um Plünderer handeln soll, die vor Militärgerichte gestellt werden. Unterdessen flohen Tausende Häftlinge aus Gefängnissen, darunter Schwerverbrecher und islamistische Extremisten. Nach Informationen des lokalen Fernsehens gelang allein im Gefängnis Abu Saabel, außerhalb Kairos, ungefähr 6000 Gefangenen die Flucht. Am Wochenende wurde auch das Büro des arabischen Fernsehsenders al-Dschasira in Kairo von ägyptischen Behörden geschlossen….”

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