Aufruf der Künstler : Gemeinsam gegen Atomkraft und Castor

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KünstlerInnenaufruf: Gemeinsam gegen Atomkraft und Castor Es reicht! Gegen alle Vernunft setzt die schwarz-gelbe Bundesregierung weiter auf die Atomenergie und hat beschlossen, die Laufzeiten der Atomkraftwerke um durchschnittlich 12 Jahre zu verlängern. Selten hat es eine Bundesregierung gegeben, die so einseitig allein die Interessen einer Wirtschaftsbranche durchzusetzen versucht. Dabei ignoriert sie die Mehrheit in der Bevölkerung, die den Atomausstieg aus guten Gründen will. Über diesen Akt der Lobbypolitik sind wir empört und entsetzt!
Wir wissen über die Risiken der Atomkraftwerke und Tschernobyl bleibt eine ewige Mahnung.

http://www.castor2010.de/kuenstlerinnen

Presseerklärung vom 29.10.2010 Von Punk bis Literatur: Künstler rufen zu Castor-Protest auf. Mehr als 70 namhafte Künstler und Künstlerinnen rufen die Bevölkerung auf, sich an den Protestaktionen rund um den Castortransport ins niedersächsische Gorleben zu beteiligen. Bela B., Petra Oelker und Charlotte Roche kommen ins Wendland Mehr als 70 namhafte Künstler und Künstlerinnen rufen die Bevölkerung auf, sich an den Protestaktionen rund um den Castortransport ins niedersächsische Gorleben zu beteiligen.

„Wenn die Bundesregierung auf die Bevölkerung nicht hören will, müssen wir aktiv werden“, heißt es in dem Aufruf, den unter anderem der Schriftsteller und Nobelpreisträger Günter Grass, der Musiker Bela B, der Kabarettist Urban Priol und der Schauspieler Michael Fitz unterzeichnet haben. Die Künstlerinnen und Künstler fordern zudem die Bundesregierung auf, die Laufzeiten der Atomkraftwerke nicht zu verlängern, sondern aus der Atomenergie auszusteigen. Der vom „Bündnis gegen Castor 2010″ initiierte Aufruf wird am Montag in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung sowie weiteren sieben regionalen Tageszeitungen in Norddeutschland erscheinen.
Weitere Künstler und Bands, die den Aufruf unterzeichnet haben, sind unter anderen die Musiker Udo Lindenberg, Jan Delay, Judith Holofernes und Pola Roy von „Wir sind Helden“, die Kabarettisten Jürgen Becker, Frank-Markus Barwasser (alias Erwin Pelzig) und Hagen Rether, der Regisseur und Produzent der Lindenstraße, Hans W. Geißendörfer, die Musikbands Knorkator, Die Sterne und Madsen, die Schriftsteller Roger Willemsen, Kirsten Boie und Friedrich Ani sowie die Schauspieler Clemens Schick, Susanne Wolff und Rolf Becker.
„Diese korrupte Mauschelei zwischen Frau Merkel und der Atomlobby macht mich so wütend wie lange nichts mehr! Dann verabreden sie auch noch für zukünftige Regierungen verbindliche Klauseln im Vertrag, damit wir den Mist noch nicht mal abwählen können. Der gesunde Menschenverstand sagt mir: wir dürfen nicht so tödlich-giftigen Abfall produzieren, weil wir verdammt noch mal nicht wissen, wohin damit. Auf ins Wendland! Ich bin dabei!“, begründete die Autorin und Moderatorin Charlotte Roche ihren Protest.
Auch weitere Prominente haben ihr Kommen ins Wendland angekündigt, darunter die Musiker Bela B. und Rocko Schamoni sowie die Hamburger Krimiautorin Petra Oelker. „Ich fahre wieder zum Protest ins Wendland, weil ich als entschiedene Demokratin die so fatale wie gefährlich dumme Atompolitik der Bundesregierung nicht still haltend hinnehmen kann – es lebt sich schlecht im Falschen“, sagte Petra Oelker.
Die Künstler wollen am Samstag kommender Woche, 6. November, zusammen mit der Bäuerlichen Notgemeinschaft auf Traktoren zum Ort der Auftaktkundgebung in Dannenberg fahren. Der Treck startet gegen 11 Uhr in Klein Gusborn. Um 13 Uhr beginnt die Kundgebung in Dannenberg mit zahlreichen Rednern und Bands. Die Demonstration ist der Auftakt zu einer Vielzahl an Protest- und Widerstandsaktionen gegen den Castortransport aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage in La Hague ins Zwischenlager nach Gorleben.
Astrid Schaffert von Attac, Mitinitiatorin des Künstleraufrufs: „Die Reaktionen der Künstler zeigen, dass der Widerstand gegen den Atomkurs der schwarz-gelben Bundesregierung wächst und keine gesellschaftlichen Grenzen kennt. Die Laufzeiten für Atomkraftwerke zu verlängern ist gefährlich, unnötig und Ausdruck einer von den vier Atomkonzernen gelenkten Interessenspolitik. Deshalb sind die Menschen so empört.“

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