Stuttgart21 = Gas und Wasserwerfer gegen Bürger

EmailFacebookTwitterPrintFriendlyGoogle+LinkedInBlogger PostWordPressin weitere Soziale Netzwerke verteilen


Gewalttätiger Polizeieinsatz im Stuttgarter Schlosspark. Für ein demokratisches Land ist dieser Einsatz eine Schande. Heute, am 30.09.2010, ist die Polizei mit einem unverhältnismäßigen, nein sogar gewalttätigen Einsatz gegen friedliche Demonstranten im Stuttgarter Schlosspark vorgegangen. Zum Einsatz kamen Wasserwerfer, Tränengas, Pfefferspray und Gummiknüppel. Teile der Polizei scheinen sich entweder nicht beherrschen zu können oder haben sogar Freude daran auf friedliche Demonstranten einzuschlagen.

brutale Polizeigewalt gegen Schüler:

http://www.parkschuetzer.de
http://www.kopfbahnhof-21.de
http://www.buntgrau.de
http://www.bei-abriss-aufstand.de
http://www.robinwood.de/Brennpunkt-Stuttgart-21.282.0.html
Filme und Kameras vor Ort
http://www.fluegel.tv/
http://www.cams21.de/ mobile webcams direkt aus dem park

Live Übertragung aus Stuttgart

ZWISCHENBERICHT DER DEMOSANITÄTER

Christoph Hoffmann, LRA, OrgL

Unabhängige Rettungskräfte, bestehend aus Demosanitätern, örtlichen Ärztinnen und Ärzten, dienstfreiem Rettungs- und Pflegepersonal sowie Ordnerinnen und Ordnern der Parkschützer haben im Zeitraum von 10:00 bis 22:30 Uhr insgesamt 368 (dreihundertachtundsechzig) protestierenden Bürgerinnen und Bürgern aktionsbedingt medizinische Hilfe leisten müssen.
Dazu kamen derzeit 12 sonstige Hilfeleistungen ohne Aktionsbezug.

Die von Polizei und öffentlichem Rettungsdienst verbreitete Zahl von ca. 100 Patienten ist falsch, da sie sich ausschließlich auf den geringen Bruchteil der von den Demosanitätern an das Rote Kreuz übergebenen sowie der direkt am Rettungsbus der Berufsfeuerwehr (Schillerstrasse) vorstellig gewordenen Patienten bezieht.

Die tatsächliche Zahl von derzeit 368 aktionsbedingten Verletzten setzt sich wie folgt zusammen:

320 Patienten, die unter Augen-, Haut- und Schleimhautreizungen durch seitens der Polizei eingesetztem Pfefferspray litten;

32 Patienten mit Prellungen aller Art, verursacht durch Faust- und Knüppelschläge der Polizei;

12 Patienten mit Kopfplatzwunden, verursacht zumeist durch Knüppelschläge der Polizei;

2 Patienten mit Rippenbrüchen, verursacht durch den Wasserstrahl eines Wasserwerfers der Polizei,

1 Patient mit einer schweren Augenverletzung, deren Ursache uns unbekannt ist, da dieser Patient direkt an den öffentlichen Rettungsdienst übergeben wurde.

Dazu kommt, insbesondere Augenreizungen und Prellungen betreffend, eine bei vergleichbaren Anlässen sehr hohe Dunkelziffer, also
Patienten, die sich erst abseits der Aktion oder gar nicht in medizinische Behandlung begeben.

Kursierende Gerüchte über einen Todesfall können wir derzeit weder bestätigen noch dementieren. Es gab zwar definitiv mindestens
eine Meldung über eine Reanimation (Wiederbelebung), die aber ebenso definitiv falsch war.

Weitere Meldungen folgen. Privatpersonen vermeiden bitte unbedingt diesbezügliche Anfragen an die Demosanitäter, sowohl vor Ort als
auch telefonisch. Die Presse wird gebeten, sich bei Bedarf persönlich am Rettungsplatz im Biergarten des mittleren Schlossparks zu melden.

Derzeitige Standorte medizinischer Hilfe sind:

1. Der Rettungsplatz der Demosanitäter im Biergarten des mittleren Schlossgartens
2. Der Verbandplatz des Deutschen Roten Kreuzes ca. 300 m weiter in Richtung Cafe Nil
3. Der Rettungsbus der Berufsfeuerwehr in der Schillerstraße.

Die Demosanitäter bedanken sich herzlich für die zahlreichen Materialspenden.
Es ist aber nicht notwendig, Kochsalzlösung oder Augentropfen teuer zu erwerben, da zum einen ausreichende Vorräte vorhanden sind und zum anderen bei nahezu allen mit Pfefferspray kontaminierten Personen ausschließlich Wasser eingesetzt werden braucht.
Kochsalzlösung bietet keinen verbesserten Effekt. Milch, Zitronensaft oder Essig sind selbstverständlich vollkommen ungeeignet.

Auf Youtube http://www.youtube.com/watch?v=NXg7CKECsj8
Stuttgart 21 die nackte Staatsgewalt am Abend des 30. September 2010 Teil1-4

3 comments for “Stuttgart21 = Gas und Wasserwerfer gegen Bürger

  1. 6. Oktober 2010 at 17:29

    Es ist doch vollkommener Unsinn anzunehmen man koenne rechtlich nichts machen gegen Stuttgart-21, nur weil der Paul Kirchhoff das im Fernseher gesagt hat. Wo ein Wille ist ist auch ein Weg. Unter der ueberschrift „Gutachten gegen Gutachten“ stand gestern in der Stuttgarter Zeitung ein sehr interessanter Artikel. Der Rechtsprofessor Georg Hermes sieht die Rechtslage demnach ganz anders als Herr Paul Kirchhoff. Zitat Georg Hermes: „Es sei klar, dass das Eisenbahnrecht beim Bund liege, das Land trage aber erhebliche Kosten, damit sei es mit zustaendig.“ Professor Georg Hermes laesst auch nicht gelten, dass Vertraege ewig unkuendbar sein sollen. „Das verstoeßt gegen das Demokratieprinzip.“ Neue Parlamente haetten dann keine Moeglichkeiten, aus langfristigen Vertraegen herauszukommen, argumentierte Hermes. Auch den Einwand, gegen den Haushalt sei keine Volksabstimmung moeglich, laesst Hermes nicht gelten. „Dann waere eine Abstimmung ueber jedes Gesetz, das Geld kostet, ausgeschlossen.

  2. Tom Pöppel
    1. Oktober 2010 at 15:27

    Herzlichen Dank für Eure Arbeit

  3. Jo Horstkotte
    1. Oktober 2010 at 01:48

    Zitat: Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster hat sich bestürzt über die vielen Verletzten bei der Stuttgart-21- Demonstration gezeigt. Es sei ein trauriger Tag für Stuttgart gewesen. Er bedauere sehr, dass Menschen verletzt worden seien, teilte er mit. Derzeit werde geprüft, wie es dazu kommen konnte. Schuster rief dazu auf, die Situation nicht weiter eskalieren zu lassen, und betonte seine Bereitschaft zum Dialog mit den Gegnern.
    Frage: ist es eine Eskalation, sich als Bürger bei einer angemeldeten und erwarteten Demonstration aufzuhalten?
    Wer so auch nur in Ansätzen denkt, muss bekämpft werden!!!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *